Die Herkunft des Helau

Zur Fastnachtszeit ist der donnernde Narrengruß Helau in Mainz überall zu hören. Oft besteht er aus zwei Teilen: Ein zu grüßender Eigenname, der von einem einzelnen gerufen wird und das darauffolgende Helau der anwesenden Narren – also zum Beispiel „Mainz! … HELAU!“. In Artikel 9 des närrischen Grundgesetzes der Mainzer Fastnacht ist er sogar genau festgeschrieben: „Der närrische Gruß vom 1. Januar bis zum Aschermittwoch heißt „Helau“. Er ist möglichst oft und laut zu rufen oder zu singen.“

Aber woher kommt diese Tradition? Dazu gibt es viele verschiedene Theorien: Offiziell stammt das Helau aus Düsseldorf und sei erst 1936 erstmals in der Saalfastnacht und ein Jahr später auch in der Straßenfastnacht zu hören gewesen. Manche meinen, er entstammt dem gewöhnlichen „Hallo“ (ziemlich langweilig) und auch eine Nähe zum christlichen „Halleluja“ hört man gelegentlich (eher unwahrscheinlich). Eine der spannendsten Erklärungen geht auf eine rheinländische Legende aus dem Mittelalter über einen bewaffneten Konflikt zwischen Kölnern Bürgern und Mainzer Kaufleuten zurück: Köln verfügte damals über das „Stapelrecht“, durch das jedes Handelsschiff drei Tage lang seine Waren zu einem festgelegten Preis verkaufen musste. Der Ruf Alaaf – „Alles abladen!“ – der Kölner wurde eines Tages jedoch von einem Mainzer Kaufmann mit einem „Ich will he lau fahrn!“ –  "Ich will hier ohne weiteres durchfahren." – und dem Einsatz von Waffen beantwortet. Die Mainzer Kaufleute durchbrachen die Blockade mit ihrem Schiff und entkamen. Und so grüßen sich Kölner und Mainzer heute immer noch mit „Alaaf!“ und „Helau!“

Was auch immer die letzte Wahrheit ist: Fakt ist, dass der Ruf Helau zur Mainzer Fastnacht gehört und gemeinsam einfach Spaß macht!

Herkunft des "Helau"
Helau!