13.02.2026

Medienmitteilung

Fastnacht ist Stabilitätsanker für den Mainzer Mittelstand

  • Fastnacht beweist auch in kurzer Kampagne ihre enorme wirtschaftliche Bedeutung für Mainz und die Region.

  • Aktueller Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt: Das Brauchtum lässt bundesweit die Kassen klingeln

  • Spürbare Effekte für Gastronomie, Hotellerie und den Einzelhandel in den Hochburgen.

    Mainz, 13. Februar 2026. Auch wenn die aktuelle Kampagne deutlich kürzer ausfällt als im Vorjahr, bleibt die „fünfte Jahreszeit“ ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor. Dies geht aus dem aktuellen IW-Kurzbericht 8/2026 hervor, der die ökonomischen Dimensionen des närrischen Treibens analysiert.

    Für die Mainzer Fastnacht eG bedeutet dies: „Die kurze Dauer bündelt den Konsum und die Feierlaune auf wenige Wochen. Besonders jetzt, in der heißen Phase bis Aschermittwoch, erleben wir in Mainz eine Frequenz, die ihresgleichen sucht“, kommentiert Markus Perabo, Vorstandssprecher der Mainzer Fastnacht eG die aktuelle Lage.

    Bundesweit Milliardenumsätze

    Laut den Berechnungen der Studienautoren Marc Scheufen und Armin Mertens wird für die Kampagne 2026 ein deutschlandweiter Gesamtumsatz von mindestens 1,96 Milliarden Euro prognostiziert. Auch wenn dies aufgrund der fehlenden zwei Wochen leicht unter dem Vorjahreswert von 2,1 Milliarden Euro liegt, sind die Zahlen beeindruckend.

    In die Auswertung fielen neben Mainz, Köln und Düsseldorf die Narren-Zentren Aachen, Berlin, Bremen, Köthen, Marne, München, Nürnberg und Rottweil. Die Mainzer Fastnacht als eine der traditionsreichsten und größten „Karnevalshochburgen“ Deutschlands profitiert maßgeblich von dieser Wertschöpfung. Die Umsätze verteilen sich dabei auf Schlüsselsektoren, die für die Mainzer Innenstadt vital sind:

  • Gastronomie: Mit bundesweit knapp 898 Millionen Euro entfällt der Löwenanteil auf das leibliche Wohl. In Mainz bedeutet dies volle Weinstuben, ausgelastete Kneipen und Hochbetrieb bei den Standbetreibern der Straßenfastnacht.

  • Einzelhandel: Kostüme, Wurfmaterial und Accessoires spülen rund 400 Millionen Euro in die Kassen des Handels.

  • Hotellerie: Rund 210 Millionen Euro werden für Übernachtungen ausgegeben.

    Dies bestätigt im Übrigen die Ergebnisse einer vor einem Jahr veröffentlichten Masterarbeit an der Fachhochschule Mainz, die in Kooperation mit der Fastnacht eG erarbeitet wurde. Im Rahmen einer Umfrage unter 1.100 Mainzerinnen und Mainzer wurde die Bedeutung der Fastnacht für Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Personentransport usw. unter allen Befragten unisono hoch eingeschätzt.

Tourismusmagnet Fastnacht

Der jetzt vorliegende Bericht hebt hervor, dass die Nachfrage in den Hochburgen auf ein knappes Angebot trifft, was sich insbesondere in den Hotelpreisen niederschlägt. Während Köln als Spitzenreiter extreme Preisaufschläge verzeichnet, positioniert sich Mainz als attraktives Reiseziel, das Tradition mit Gastfreundschaft verbindet. Die Daten von Check24, die für knapp 16.000 Hotels ausgewertet wurden, zeigen: Wer Fastnacht authentisch erleben will, nimmt auch längere Anreisewege und Hotelkosten in Kauf. Diese stärke den Tourismusstandort Mainz nachhaltig, auch über die tollen Tage hinaus.

Die Mainzer Fastnacht eG sieht sich durch die Zahlen in ihrer Arbeit bestätigt. Das Brauchtum sei Kulturgut und Konjunkturpaket zugleich. „Wenn in Mainz gefeiert wird, sichert das Arbeitsplätze – vom Taxifahrer bis zur Servicekraft, vom Hotelier bis zum Bäcker“, so Markus Perabo von der Genossenschaft. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei die Fastnacht ein Stabilitätsanker für den lokalen Mittelstand.

Quelle: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/marc-scheufen-armin-mertens-drink- doch-eine-met.html

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Matthias Goldbeck
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